GETESTET: FAHRRAD-REPARATURSTATION



Einmal kräftig pumpen für den Reifendruck


AUSBLICK-Redakteurin Sigrid Krings hat die neue FAHRRAD-REPARATURSTATION vor dem Bürogebäude der WBG Laatzen ausprobiert.

Plan A war eigentlich ein ganz anderer gewesen: Ein Tag voller Termine in Laatzen und Hannover liegt vor mir, zu allen wollte ich mit meinem Fahrrad fahren. Das Wetter ist großartig, das Rad für mich das beste, schnellste und wendigste Fortbewegungsmittel angesichts der vielen Baustellen in der Stadt. Ich muss es nur mit dem Zug bis nach Laatzen mitnehmen und bin anschließend völlig flexibel und nebenbei noch umweltschonend unterwegs. Und dann: Plan A scheitert, die Züge fallen aus. Es muss, mit dem Auto beim ersten Termin in Laatzen angekommen, Plan B her. Hat nicht die Kollegin, die um die Ecke wohnt, ein Fahrrad, das sie nur selten nutzt? Klar doch! Allerdings hat sie etwas längere Beine als ich, der Sattel ist also ein wenig zu hoch – und der Reifendruck lässt nach einigen Wochen Stillstand im Gartenhaus auch etwas zu wünschen übrig. So komme ich nicht besonders gut durch die Stadt, überlege ich.


Was nun? Schnell damit zum Bürogebäude der WBG Laatzen an der Wiesenstraße 2 in Alt-Laatzen! Davor nämlich steht eine der beiden Fahrrad-Reparaturstationen, die die Wohnungsgenossenschaft im Frühsommer dieses Jahres an zwei Stellen in Laatzen fest installieren ließ. Ein kostenloser Service ist dies für alle WBG-Mieter und anderen Menschen, die Fahrrad-Werkzeug benötigen. Das funktioniert übrigens auch bestens für die Reifen von Kinderwägen oder von Rollstühlen. Großartig!

Ich radle in die Wiesenstraße und finde alles, was ich für meinen dringlichen Fall benötige: Eine leistungsfähige, fest verbaute Standluftpumpe, um die Reifen ordentlich aufzupumpen und einen passenden Winkelschlüssel für die Sattelbefestigung. Ich mache mich erst ans Aufpumpen: Schutzdeckel vom Ventil abschrauben, Pumpe darauf aufsetzen – doch halt: Welche ist hier die passende Öffnung für mein Ventil? Es gibt zwei: eine kleinere und eine größere. Nicht, dass ich aus Versehen noch mehr Luft aus den Reifen lasse und dann gar nicht mehr mit dem Rad fahren kann!



Ich entdecke einen QR-Code auf der Vorderseite der Fahrrad-Reparaturstation. Ich scanne ihn mit meinem Smartphone und gelange auf die Homepage des Herstellers ibombo.de. Dort finde ich mehrere kurze Erklärfilme zum Thema Fahrradreparatur. Einer befasst sich mit dem Aufpumpen von Fahrradreifen und zeigt dabei genau die unterschiedlichen Ventilarten. Ah so, jetzt weiß ich Bescheid! Ich drücke die größere Öffnung auf das Ventil, befestige den Pumpenkopf und beginne zu pumpen. Dabei fällt mein Blick auf eine Übersicht auf der Station. Dieser Übersicht kann ich sogar entnehmen, wie viel Druck der Fahrradreifen im Optimalfall haben soll! Ich pumpe also so lange, bis 2,5 bar erreicht sind. Der hintere Reifen ist ebenfalls flink erledigt, jetzt ist der Sattel dran. Der passende Winkelschlüssel für die Sattelbefestigung hängt, ebenso wie unterschiedliche Schraubendreher, Maulschlüssel, Torx-Schlüssel, Rollgabelschlüssel und Reifenheber solide an der Station befestigt, an einem langen, mit weichem Kunststoff umhüllten, Metallband. Ich kann die Schraube gut damit erreichen, setze an, lockere sie mit einiger Kraft. Anschließend schiebe ich den Sattel ein Stückchen nach unten und befestige die Schraube wieder.


Fertig, es kann weitergehen zum nächsten Termin! Umweltschonend, zügig und bequem auf einem für mich passenden Fahrrad, perfekt! Übrigens: Die zweite Fahrrad-Reparatur steht, ebenfalls für jeden zugänglich, gut sichtbar auf dem Grünstreifen an der Otto-Hahn-Straße in Laatzen-Mitte auf Höhe des Hauses mit der Nummer 5.

WERKZEUGE AN DEN REPARATURSTATIONEN

  • Stand-Fahrradpumpe
  • Kreuzschlitz-Schraubendreher
  • Schlitz-Schraubendreher
  • Torx-Schlüssel in den Größen 9, 10, 15, 20, 25, 27, 30, 40
  • Winkelschlüssel in den Größen 2, 2,5, 3, 4, 5, 6, 8
  • 3 Reifenheber
  • Rollgabelschlüssel
  • Maulschlüssel in den Größen 8x10 und 13x15


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