GESCHÄFTSBERICHT 2025

Ein erfolgreiches Geschäftsjahr liegt hinter uns

Stabile Nachfrage, gezielte Investitionen und ein gutes Ergebnis prägen das Geschäftsjahr 2025.


Auch im Geschäftsjahr 2025 konnten wir erneut einen Jahresüberschuss erwirtschaften und damit an die positiven Ergebnisse der vergangenen Jahre anknüpfen. Wohnungen sind ein langlebiges Wirtschaftsgut. Daher treffen wir unsere Investitionsentscheidungen mit Augenmaß und Weitblick. Im Mittelpunkt stehen da bei der langfristige Erfolg unserer Investitionen sowie insbesondere die Wohnqualität und Wohnzufriedenheit unserer Mitglieder und Mieter. Insgesamt beurteilen wir die Entwicklung der Genossenschaft positiv. Unser Wohnungsbestand wird aufgrund der attraktiven Lagen, der guten Ausstattung und des angemessenen Preisniveaus auch langfristig attraktiv bleiben. Hinzu kommt die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum in Laatzen, Hemmingen und Hannover. Diese wird durch die prognostizierten Bevölkerungszuwächse in der Region Hannover zusätzlich gestützt. Die Genossenschaft schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 1.574,6 T€ ab. Damit wurde das vorsichtig geplante Ergebnis von 935,4 T€ deutlich übertroffen. Wesentliche Gründe hierfür waren höhere sonstige betriebliche Erträge, niedrigere Instandhaltungsaufwendungen und geringere sonstige betriebliche Aufwendungen.


Erfolgreiche Vermietung und stabile Nachfrage

Auch im Geschäftsjahr 2025 konnte die Vermietung unserer Wohnungen erfolgreich fortgesetzt werden. Dieser Erfolg ist insbesondere auf die anhaltend hohe Nachfrage am Wohnungsmarkt, die kontinuierlichen Investitionen in unseren Miethausbestand sowie den engagierten Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückzuführen. Zum Geschäftsjahresende standen 27 Wohnungen leer (Vorjahr: 29). Dies entspricht einer Leerstandsquote von 1,15 % bezogen auf den gesamten Wohnungsbestand (Vorjahr: 1,24 %). Für 7 der 27 leerstehenden Wohnungen lagen bereits Neuverträge für das Folgejahr vor. Im Geschäftsjahr 2025 kündigten 161 Mieter ihre Wohnung (Vorjahr: 159). Bezogen auf den Wohnungsbestand entspricht dies einer Fluktuationsquote von 6,83 % (Vorjahr: 6,77 %). Den Kündigungen standen 170 Neuvermietungen gegenüber (Vorjahr: 152). In 26 Fällen konnte eine Anschlussvermietung realisiert werden, was einem Anteil von 15,3 % entspricht. Die übrigen 144 Wohnungen konnten nach durchschnittlich zwei Monaten wieder vermietet werden. Die vergleichsweise lange Vermietungsdauer ist überwiegend auf die erforderlichen Arbeiten im Zuge von Wohnungsmodernisierungen zurückzuführen.


Altersstruktur der Mieter

Die Altersstruktur der Mieter – hierbei ist ausschließlich der Vertragspartner der WBG gemeint – hat sich zum 31.12.2025 gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verändert. 41,99 % der Mieter sind älter als 60 Jahre (Vorjahr: 42,47 %). Das Durchschnittsalter liegt bei 55,8 Jahren und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 56,1 Jahren.



Instandhaltung und Modernisierung

Im Berichtsjahr wurden 1.647,2 T€ für geplante Instandhaltungsmaßnahmen investiert (Vorjahr: 2.703,9 T€). Für die laufende Instandhaltung beliefen sich die Aufwendungen im Geschäftsjahr auf insgesamt 2.021,9 T€ (Vorjahr: 1.866,6 T€). Diesen Aufwendungen lagen 3.326 Einzelaufträge zugrunde. Darüber hinaus entstanden im Rahmen der Modernisierungsmaßnahmen nicht aktivierte Aufwendungen in Höhe von 1.124,4 T€. Einen wesentlichen Anteil am Instandhaltungsvolumen nahm erneut die Modernisierung und Sanierung einzelner Wohnungen und Bäder ein. Hierfür wurden 865,9 T€ aufgewendet (Vorjahr: 819,1 T€). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in 29 Wohnungen (Vorjahr: 24) Maßnahmen durchgeführt, die den Wohnstandard erhöhten und damit eine langfristige und markt gerechte Vermietung sicherstellen. Die Arbeiten wurden überwiegend im unbewohnten Zustand durchgeführt. Sämtliche Wohnungsmodernisierungen führten zu einer Anpassung der Miete.


Entwicklung der Mitgliederzahlen

Zum 31.12.2025 hatte die Wohnungsbaugenossenschaft Laatzen 2.627 Mitglieder (Vorjahr: 2.613). Diese verfügten über insgesamt 5.312 Geschäftsanteile. Im Laufe des Geschäftsjahres schieden durch Kündigungen, Todesfälle, Ausschlüsse, Übertragungen und die Kündigung weiterer Anteile 137 Mitglieder mit insgesamt 279 Anteilen aus. Dem stan den 156 Beitritte und Übertragungen mit insgesamt 305 Anteilen gegenüber. Die Summe der Geschäftsguthaben der 2.627 verbleibenden Mitglieder erhöhte sich zum Ende des Geschäftsjahres 2025 um 2.000,00 €. Zum Bilanzstichtag am 31.12.2025 belief sie sich auf insgesamt 1.325.500,00 €. Der Erfolg der vergangenen Jahre zeigt, dass wir gemeinsam auf einem guten Weg sind. Mit Engagement, Verantwortungsbewusstsein und einem klaren Blick für die Zukunft werden wir diesen Weg weitergehen und die WBG Laatzen als verlässliche und zukunftsorientierte Genossenschaft stärken.


Ordentliche Vertreterversammlung 2026


Am 22. Juni 2026 fand die ordentliche Vertreterversammlung der WBG in der Wiese Zwei statt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung standen nach den Berichten von Vorstand und Aufsichtsrat insbesondere die Feststellung des Jahresabschlusses 2025 sowie die Wahl von Mitgliedern des Aufsichtsrates. Erstmals kam das höchste Gremium der Genossenschaft in neuer Zusammensetzung zusammen.


Ebenfalls wurde ein Teilnehmerrekord aufgestellt. 55 von 68 Vertretern und Vertreterinnen waren bei überaus sommerlichen Temperaturen anwesend. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dirk Martin dankte den Vertreterinnen und Vertretern für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Trotz deutlich anspruchsvollerer Rahmenbedingungen für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft konnte die WBG auch im Geschäftsjahr 2025 ein solides Ergebnis erzielen. Mit einem Jahresüberschuss von rund 1.574,6 T€ und der Zuführung in die Rücklagen stärkt die Genossenschaft nachhaltig ihre wirtschaftliche Stabilität und Zukunftsfähigkeit.


In einer geheimen Wahl wurden Dirk Martin als Aufsichtsratsvorsitzender und Karin Schrader als Schriftführerin in ihren Ämtern im Aufsichtsrat wiederbestellt. Gleichzeitig wiesen Aufsichtsrat und Vorstand auf die weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen hin: steigende Baukosten, hohe Zinsen, zunehmende regulatorische Anforderungen. Vor diesem Hintergrund setzt sich die WBG Laatzen weiterhin für verlässliche und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen ein, um auch künftig einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum leisten zu können.